Die Person Paul Gucker

Paul Gucker war Zeitzeuge der Ereignisse vom 31.01.1933 in Mössingen. Er veröffentlichte 1986 seine Sicht hierüber in seinem Buch: Mössingen und der Generalstreik am 31. Januar 1933. Seine Ursachen, seine Folgen und Auswirkungen bis heute. Hier seine eigenen Vorstellungs-Worte anlässlich einer Diskussionsrunde Ende der 1970er Jahre:

Das volle Dokument zum Lebensweg mit Berichterstattungen >>

 

Zu meiner Person:

  • Geboren bin ich am 24.10.1912 in Mössingen. Mein Vater war Schmied, doch mußte zur Ernährung der Familie – ich hatte noch drei Geschwister – eine kleine Landwirtschaft betrieben werden
  • Nach dem Schulbesuch, 7 Jahre Volksschule, lernte ich Schriftsetzer und Buchdrucker(1) vom Juni 1926 bis 30. April 1930.
  • Mit einer kurzen Unterbrechung (2) arbeitete ich dort bis zur Schließung des Betriebes 1938 durch die Nazis.
  • Anschließend Zwangsverpflichtung in den Montanwerken Tübingen.
  • Im Juli 1940 Einzug zur Schutzpolizei und anschließendem Kriegseinsatz in Rußland.
  • Über ein Jahr Krankenhausaufenthalt.
  • Nach der Heimkehr, mehrere kurzfristige Beschäftigungen, anschließend 27 Jahre als Maschinensetzer (3) tätig.
  • Seit 1946 schrieb ich als Hobby nebenberuflich für verschiedene Zeitungen, Sport, Vereins- und Kommunalpolitik.
  • Seit 1949 dann nur noch für den Reutlinger Generalanzeiger.
  • Von Jugend an gehörte ich dem Arbeiter- Turn- und Sportverein an, schrieb dessen Vereinsgeschichte bis 1954 und verfolgte die Tätigkeit des Vereins bis heute.
  • Einige weitere Abhandlungen für Vereine sind von mir.
  • Eines meiner Hauptinteressen galt der Kommunalpolitik.
  • Politisch zähle ich mich zur Sozialdemokratie und war Mitbegründer der SPD-Ortsgruppe Mössingen im Juni 1960. Zur Zeit bin ich parteilos (4).
  • Gewerkschaftlich organisiert seit dem Jahre 1926 im damaligen Buchdruckerverband. Nach dem Kriege in Druck und Papier.

Anmerkungen
(1) Der damaligen Steinlach Zeitung und Amtsblatt für den Oberamtsbezirk Rottenburg / Verlag Oertel & Spörer

(2) Wurde am 31.10.1930 wegen Arbeitsmangel entlassen und am 23.09.1933 wieder eingestellt. Er war somit am 31.01.1933 arbeitslos und konnte daher die Ereignisse mit eigenen Augen und Ohren verfolgen.

(3) Bei der Hohenzollerischen Zeitung Hechingen.

(4) Er gab am 27.01.1978 sein Parteibuch zurück. Der Schriftwechsel hierzu wird, zu einem späteren Zeitpunkt,  im Zusammenhang mit einem Leserbrief (5.12.1986, Schwäbisches Tagblatt) des damaligen SPD-Ortsvereinsvorsitzenden auf dieser Homepage  veröffentlicht.

(C) Copyright Ernst Gucker 2013  Alle Rechte vorbehalten